Purer Stress für Tiere!

 

BTK bittet um Rücksichtnahme an Silvester 

(BTK/Berlin) – Die Bundestierärztekammer (BTK) bittet auch in diesem Jahr um Rücksichtnahme bei den Silvesterfeierlichkeiten. Denn für Haus- und auch Nutztiere ist das Abfeuern und laute Knallen von Feuerwerk der absolute Horror. Die Angst und Panik kann bei empfindlichen Tieren sogar zum Tod führen. Um es den Tieren etwas erträglicher zu machen, können folgende Ratschläge weiterhelfen:

„Einigen Hunden und Katzen kann es helfen, wenn man sich während des Feuerwerks intensiv mit ihnen beschäftigt. Andere suchen gern einen Rückzugsort auf. Das Tier sollte die Möglichkeit haben, selbst zu entscheiden, ob es Nähe möchte oder sich lieber zurückziehen will. Für besonders ängstliche Heimtiere können Tierhalter mit einem Tierarzt besprechen, welche angstlösenden Medikamente zur Beruhigung des Tieres eingesetzt werden können", erklärt Dr. Uwe Tiedemann, Präsident der BTK. Hunde sollten beim täglichen Spaziergang nur noch an der Leine ausgeführt werden, denn ein plötzlich gezündeter Knaller könnte die Vierbeiner in Panik versetzen oder im schlimmsten Fall sogar verletzen. Eine doppelte Sicherung an Halsband und Geschirr kann sinnvoll sein. Auch Freigängerkatzen sollten in der Wohnung behalten werden, weil das Risiko zu hoch ist, dass sie sich irgendwo verängstigt verkriechen.

 

Aber nicht nur Kleintiere reagieren empfindlich auf Feuerwerk. Gefährlich kann es werden, wenn Pferde, Rinder oder andere Tiere sich im Auslauf oder auf der Weide befinden, in Panik den Zaun durchbrechen und z. B. auf eine vielbefahrene Straße laufen. Deshalb ist es nicht nur zum Schutz der Tiere wichtig, Weidetiere vor dem Feuerwerk in den Stall zu bringen. Wer ein Feuerwerk organisiert, sollte die Tierhalter in der Umgebung frühzeitig vom geplanten Vorhaben informieren und mit ihnen den Zeitpunkt sowie die Art des Feuerwerks absprechen. In der Nähe besonders empfindlicher Tiere, z. B. von Putenställen, sollten gar keine Feuerwerke abgebrannt werden, da die mit großer Wahrscheinlichkeit auftretende Panik zum Tod vieler Tiere führen kann.

 

Die BTK appelliert an alle Feuerwerksfreunde, das Knallen auf die Silvesternacht zu beschränken, damit die Tiere nicht schon Tage vorher in Angst versetzt werden und sich auch schnell wieder erholen können. Mit ein wenig Rücksicht kann das Leid der Tiere zumindest vermindert werden und so der Rutsch ins neue Jahr auch für Vierbeiner erträglich sein.

Quelle: BUNDESTIERÄRZTEKAMMER

Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Tierärztekammern e.V.

 

 Advent, Advent, die Katze brennt

 

Bundestierärztekammer warnt vor Gefahren in der Weihnachtszeit 

(BTK/Berlin) – Mit Beginn der beschaulichen Adventszeit häufen sich die Gefahrenquellen für Haustiere. Sei es die weihnachtliche Dekoration oder auch die köstlichen Leckereien, die diese Jahreszeit für uns Menschen so besonders machen – vieles davon ist für unsere geliebten Vierbeiner leider giftig. Und um nicht Heiligabend beim Notdienst in einer Tierklinik zu verbringen, sollten die folgenden Tipps der Bundestierärztekammer (BTK) beachtet werden. 

Der Kleintierpraktiker und BTK-Präsident Dr. Uwe Tiedemann musste in seiner Praxis schon einige „Festtagsopfer“ behandeln und rät zur Vorsicht. „Manche Tierhalter meinen es vermeintlich zu gut mit ihren Haustieren. Dann landen z. B. die Reste vom leckeren Gänsebraten im Futternapf. Doch das Fleisch ist für die Tiere viel zu fett und zu stark gewürzt. Das kann bei den empfindlichen Hunde- und Katzenmägen zu Durchfall und Erbrechen führen und im schlimmsten Fall können die gegarten Geflügelknochen gefährliche innere Verletzungen verursachen“, warnt Tiedemann. Ein weiteres Tabu für Vierbeiner ist Schokolade. Denn durch das darin enthaltene Theobromin ist diese Süßigkeit für Tiere giftig! Je dunkler, das heißt kakaohaltiger die Schokolade, desto größer auch der Theobromingehalt. Der mit dem Koffein verwandte Stoff kann von Hunden und Katzen nur sehr langsam abgebaut werden und wirkt auf sie ähnlich, wie eine Überdosis an Nikotin oder Koffein auf den Menschen. Sollte sich also ein besonders neugieriges Leckermäulchen doch auf eine Tafel stürzen, schnellst möglichst den Tierarzt aufsuchen. Auch für Stubenvögel kann die Festtagsstimmung zur Gefahr werden. Beim gemütlichen Raclette-Essen werden durch das Erhitzen der kleinen Teflonpfännchen Dämpfe freigesetzt, die für Wellensittich und Co. hochgiftig sind und bereits in kleineren Mengen tödlich sein können. 

In einem Haushalt mit Tieren, ist nicht nur bei Lebensmitteln in der Weihnachtszeit besondere Vorsicht geboten, auch die beschauliche Dekoration kann gefährlich werden. Der Schmuck am Weihnachtsbaum sollte von Tierhaltern gut ausgewählt werden. Anstatt Glaskugeln, die leicht splittern, sollte mit Kunststoffkugeln geschmückt werden und auf Lametta oder Engelshaar sollte ebenso wie auf echte Kerzen verzichtet werden. „Besonders gefährlich ist Lametta, denn es kann beim Verschlucken zu einem lebensgefährlichen Darmverschluss führen“, mahnt der BTK-Präsident. Auch der schöne Weihnachtsstern sollte in diese Haushalte lieber nicht einziehen. Denn diese Pflanze produziert als Wolfsmilchgewächs den klebrig-weißen Giftstoff Euphorbin. „Bei Hautkontakt kommt es zu Reizungen, beim Verschlucken durch Hunde oder Katzen zur Vergiftung mit Symptomen wie Magen-Darm-Beschwerden, Krämpfen, blutigem Durchfall, Lähmungen, Leberschädigung und Herzrhythmusstörungen“, erklärt Tiedemann. Die Stechpalme (Ilex) enthält in Blättern und roten Beeren starke und in höherer Konzentration sogar tödliche Giftstoffe, die Christrose ist wie alle Vertreter der Gattung Nieswurz in allen Pflanzenteilen stark giftig und der dekorative Mistelzweig ist durch den Gehalt an Viscotoxin in Blättern und Stengeln für Pferde, Hunde, Katzen und Kleintiere giftig. 

Beherzigen alle Tierhalter die genannten Empfehlungen, steht einem besinnlichen Fest mit der ganzen Familie (auch den flauschigen Mitgliedern) nichts mehr im Weg.

 

Quelle: BUNDESTIERÄRZTEKAMMER
Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Tierärztekammern e.V.

Unterschätzte Behandlungskosten - Wie soll ich das nur bezahlen

Bundestierärztekammer empfiehlt ausdrücklich eine Tierkrankenversicherung

 

BTK Berlin (08.08.2019)

Die Bundestierärztekammer (BTK) empfiehlt Besitzern von Klein-/Heimtieren eine Tierkrankenversicherung abzuschließen. Präsident der BTK und Kleintierpraktiker, Dr. Uwe Tiedemann, sieht in der Optimierung von Versorgungsleistungen einen engen Zusammenhang mit steigenden Kosten für die Tierhalter. „In meinem Praxisalltag habe ich schon das eine oder andere unangenehme Gespräch mit Tierbesitzern führen müssen, weil sie von den bevorstehenden Kosten für eine nötige Operation ihres Hundes völlig überrascht waren", erzählt Dr. Tiedemann.

 

Eine Versicherung ist von Vorteil, da unvorhersehbare Ereignisse wie z. B. ein Unfall oder eine langwierige Erkrankung Tierhalter vor eine große finanzielle Herausforderung stellen können und so die tierärztliche Versorgung gewährleistet ist. Für die Auswahl einer passenden Tierkrankenversicherung sollte man sich Zeit nehmen, denn natürlich ist das eine sehr individuelle Angelegenheit und die Versicherungen unterscheiden sich oft sehr stark in ihren Leistungsumfängen. Tierärzte beraten unsichere Tierhalter gern und helfen, eine geeignete Lösung für das jeweilige Tier zu finden. Denn Faktoren wie Alter, Rasse, Vorerkrankungen und Haltung spielen eine wichtige Rolle dabei, den passenden Versicherungsschutz zu finden.

Was sollte im Versicherungsschutz enthalten sein?

  • freie Tierarztwahl
  • Therapiefreiheit des Tierarztes
  • Durchführung von regelmäßigen Prophylaxemaßnahmen wie Impfungen, Geriatrie Screening und Gesundheitschecks
  • Operationen und deren Nachsorge
  • Kostenübernahme bis zum dreifachen Satz der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT), damit z. B. auch Notfälle und Unfälle abgedeckt sind
  • es sollte transparent sein, welche Leistungen und Kriterien vom Versicherungsschutz ausgeschlossen sind (z. B. Altersgrenze, Erbkrankheiten, chronische Krankheiten, Naturheilverfahren, Operationen)
Druckversion Druckversion | Sitemap
© Tierarztpraxis